MEDICA / COMPAMED 2013 | 20.11.13 - 23.11.13 | Düsseldorf
Gelbsucht bei Frühchen jetzt auch ohne Pieks ermittelbar
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Info: Neugeborenengelbsucht betrifft mehr als die Hälfte aller Babys. Meistens verschwindet sie von selbst. Doch bei den hartnäckigen Fällen half bei Frühchen bisher nur eine Blutprobe. Die wurde natürlich mit der Nadel abgenommen. Eine sanfte Methode zur Erkennung der Krankheit ist jetzt auch für Frühchen anwendbar.

Anmoderation: Zur Begrüßung auf der Welt gibt es erstmal Schmerzen. Mehr als die Hälfte aller Neugeborenen leidet in den ersten Tagen an einer speziellen Form der Gelbsucht. Deshalb wird ihnen meist mit einer Spritze Blut abgenommen. Auf der Gesundheitsmesse Medica der Messe Düsseldorf hat die Medizintechnikfirma Dräger ein Testgerät vorgestellt, das den Pieks überflüssig macht.

Frage 1: Messereporter Harald Schönfelder, abgesehen vom Verzicht auf die Nadel, was bringt das neue Untersuchungsgerät?

Frage 2: Die Untersuchungsmethode an sich gibt es schon länger. Warum ist es so wichtig, dass auch Frühgeborene damit untersucht werden können?

Abmoderation: Auch Frühchen sollen in den Genuss einer sanften Messmethode zur Erkennung von Neugeborenengelbsucht kommen. Das wünscht sich die Medizintechnikfirma Dräger. Sie hat das entsprechende Gerät dafür auf der Düsseldorfer Gesundheitsmesse Medica vorgestellt.

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Antwort 1: Also bisher war es so, dass zwar normal geborene Kinder damit getestet werden konnten. Allerdings gilt das nicht für Frühchen. Kinder, die ab der 24. Woche auf die Welt kommen, können jetzt auch so untersucht werden. Denn das Problem bei der Erkrankung ist: im Prinzip geht die nach einigen Tagen von allein zurück. Aber eben nicht immer, sagt Markus Henkel von Dräger.
O-Ton
Zur Gelbsucht kommt es, wenn der Körper des Kindes die eigene Produktion von Blutkörperchen aufnimmt. Dann werden die alten abgebaut und in der Leber verarbeitet. Wenn die aber noch nicht richtig arbeitet, dann kann es zu solchen Problemen kommen.

Antwort 2: Kurz zur Funktionsweise: Die oder der Untersuchende drückt das Messgerät kurz auf Stirn oder Brustbein des Babys, das Gerät misst dann durch die Haut die wichtigen Blutwerte. Diese sanfte Methode ist für Frühgeborene wichtig, weil ihr Gehirn noch sehr anfällig für äußere Reize ist. Untersuchungen in den letzten 10 Jahren legen dabei den Verdacht nahe, dass das Kind später unter erhöhtem Schmerzempfinden leidet oder anfälliger für organische Krankheiten ist, wenn es eben so früh schon Schmerzen ausgesetzt war. Das soll eben durch den Einsatz dieser Messmethode bei Frühchen verhindert werden.

O-Ton: Markus Henkel, Drägerwerk AG & Co. KGaA, Moislinger Allee 53-55, 23558 Lübeck
Länge: 1:22 (2 Antworten, einzeln und individuell einsetzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 22.11.2013 
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