MEDICA / COMPAMED 2013 | 20.11.13 - 23.11.13 | Düsseldorf
"ReinHeart" heißt das Kunstherz der Zukunft
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Info: Kunstherzen haben mehrere Probleme: Sie sind nur für den kurzen Einsatz gedacht, sie sorgen für Infektionen, ihr Akku ist schnell leer. An der RWTH Aachen entwickeln Forscher in Kunstherz, das all diese Probleme beheben soll. Weil Spenderorgane rar sind, soll es einmal als Ersatz für das eigene Herz jahrelang im Körper des Patienten bleiben.

Anmoderation: Es schlägt und schlägt und schlägt: unser Herz. Wenn es das nicht mehr tut, haben wir ein Problem. Im schlimmsten Fall braucht der Kranke ein neues Herz. Das könnte in einigen Jahren künstlich sein. An der Aachener Universität (RWTH Aachen) arbeiten Forscher an einer Weltneuheit: einem Kunstherz, dass jahrelang im Körper bleiben soll.

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Beitragstext: O-Ton
Projektleiter Marco Laumen bringt das Dilemma auf den Punkt. Spenderorgane sind rar, bisherige Kunstherzen sind nur zur Überbrückung gedacht. Das Aachener Herz namens "ReinHeart" soll durch neue Wege und Technik lang im Körper schlagen:
O-Ton
Denn unter Patienten mit künstlichen oder natürlichen Ersatzorganen sind Abstoßungsreaktionen gefürchtet. Das Immunsystem erkennt im Neuling den Fremdling und will ihn aus seinem System rausschmeißen. Schwere Medikamente müssen dagegenhalten. Auch die sollen nur noch in kleinen Mengen nötig sein. Bleibt noch die Stromversorgung, denn schließlich soll das Herz ja schlagen.
O-Ton
Von der äußeren Spule läuft ein Kabel zum Akku am Gürtel. Das vemeidet ein weiteres Problem, denn bisher wurde die Versorgung für den Antrieb in einem Schlauch durch die Bauchdecke gelegt, ein wahres Einfallstor für Entzündungen auslösende Bakterien. Bleibt nur noch die Frage, ob das etwa männerfaustgroße Kunstherz klein genug ist, denn schließlich soll es ja möglichst vielen Patienten passen.
O-Ton
Langsam biegt das Projekt "ReinHeart" auf die Zielgerade ein. Im Jahr 2015 soll der erste Patient das Herz tragen.
Harald Schönfelder, Redaktion, Düsseldorf
Aus Düsseldorf Harald Schönfelder

O-Ton: Dipl.-Ing. Marco Laumen, Institute of Medical Engineering Helmholtz Institut, RWTH Aachen, Pauwelsstraße 20, 52074 Aachen
Länge: 2:40 (divers kürzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 21.11.2013 
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