Anuga FoodTec 2012 | 27.03.12 - 30.03.12 | Köln
Die "zärtlichen" Roboter kommen - neue Technologien in der Lebensmittelproduktion
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Info: Vom 27. März bis zum 30. März gibt es die Anuga FoodTec in Köln. Ein Kollegengespräch über die Nachhaltigkeit in der Lebensmittelindustrie und "zärtliche" Roboter.

Anmoderation: Lebensmitteltechnologie – hört sich gruselig an, umgibt uns allerdings beim Thema Lebensmittel von der Produktion bis zum Verzehr. Lebensmittel sollen sicher sein, lange halten und vor allem immer schmecken. Milch, Käse, Fleisch und Tiefkühlkost - Lebensmittel sind heute nicht einfach nur Lebensmittel, Lebensmittel sind Hightech-Produkte. In einer Woche (27. März 2012) trifft sich die Lebensmitteltechnologie-Branche zur Anuga FoodTec in Köln. Die Messe hat kräftig zugelegt: 1.334 Aussteller aus 41 Ländern. Es gibt einen neuen Aussteller und Flächenrekord.

Frage 1: Unser Messereporter Markus Dohmann hat die aktuellen Fakten zur Anuga FoodTec. Markus, was sind denn in diesem Jahr die Top-Themen? 

Frage 2: Maschinen spielen in der Lebensmittelproduktion mittlerweile eine herausragende Rolle. Das werden wir auch auf der Anuga Foodtec in Köln sehen. Gerade Roboter sind im kommen, vor allem in der Fleisch- und Bachwarenindustrie?

Frage 3: Wie in allen Branchen spielt auch in der Lebensmitteltechnologie Ressourcenschonung eine große Rolle und auch dazu wird es viel geben.

Abmoderation: Vom 27. bis zum 30. März trifft sich die internationale Lebensmitteltechnologie-Branche zur Anuga FoodTec in Köln. Über 1.330 Aussteller werden erwartet. Eine Rekordbeteiligung.

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Antwort 1: Es geht um die Themen der Lebensmittelproduktion. Im Grunde genommen, die zentralen Themen, die auch uns Verbraucher umtreiben. Mit welchen Technologien werden meine Produkte hergestellt. Wie werden sie verpackt und wie sicher sind unsere Lebensmittel. So betreibt die Industrie den Spagat zwischen haltbar-verpackten Lebensmittel und dem leichten Öffnen von Verpackungen. Die Käsepackung muss dicht sein, der Käse darin muss aber auch gut halten und ich will am Ende trotzdem nicht an der Packung ziehen und zerren müssen. Eine hochtechnologische Aufgabe. Und dann geht es in einem breiten Forum um Lebensmittel Sicherheit. Hygiene-Skandale wie zuletzt bei Müller Brot in Oberbayern schrecken uns immer wieder auf. Die Experten sagen, dass Sicherheit vom Feld bis auf den Teller gewährleistet sein muss. Da müssen also auch wir Verbraucher mitspielen. Durch richtige Kühlung und Verarbeitung zum Beispiel.

Antwort 2: Ja, die Roboter kommen. Denn menschliche Hände sind bei der Lebensmittelproduktion ein absoluter Risikofaktor. Durch Roboter kann Hygiene kontinuierlicher und überprüfbarer geleistet werden, sagt Herbert Buckenhüskes von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft.
O-Ton
Roboter spielen aber auch bei der Reinigung von Produktionsanlagen eine Rolle. Denn dem Roboter ist es egal, ob man in gewisse Ecken schlecht kommt und man sich verbiegen muss. Der Roboter ist da hart im nehmen und sehr belastbar.

Antwort 3: Ja, so gibt es zum Beispiel neue Verfahren zur Trocknung von Nudeln. Da konnte der Energieverbrauch teilweise extrem gesenkt werden. Von 40 Prozent weniger Energie ist da die Rede. Auch nachhaltige Lösungen in der Verpackungsindustrie sind absolut ein Thema. Oder eben bei der Produktion mehr Qualität zu erzeugen und weniger Ausschuss. Prozesstechnik, Kältetechnik oder Transport sind weitere Stichworte zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt. Das Bewusstsein für Umweltbelange wird in der deutschen Lebensmittel Industrie als hoch bewertet.

O-Ton: Prof. Dr. Herbert J. Buckenhüskes, Fachgebietsleiter Lebensmitteltechnologie, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG), 60489 Frankfurt am Main
Länge: 2:28 (3 antworten kürzbar, einzeln und individuell einsetzbar)
Autor: Markus Dohmann

erstellt: 20.03.2012 
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