ProWein 2007 | 18.03.07 - 20.03.07 | Düsseldorf
Molekulare Cocktails

Info: Beitrag mit O-Tönen über molekulare Cocktails, die in Anlehnung an den Trend der molekularen Küche auf der ProWein 2007 in Düsseldorf gezeigt werden. Da gibt es zum Beispiel Gin Tonic, der bei fast minus 200 Grad mit Stickstoff gefrostet wird und dann eine knusprige Hülle bekommt, so dass man den Cocktail dann quasi isst.

Anmoderation: Was stellen Sie sich unter dem Begriff Molekular-Cocktail vor? Wahrscheinlich nichts, was Sie freiwillig trinken würden. Dabei sind molekulare Cocktails der neueste Trend, der Ihnen möglicherweise demnächst auch in der einen oder anderen Bar oder Szenekneipe begegnen könnte. Das Ganze lehnt sich an die molekulare Küche, die vom Spanier Ferran Adria vor einigen Jahren erfunden wurde, an und ist die Weiterentwicklung zum Trinken. Präsentiert werden die molekularen Cocktails gerade auf der ProWein 2007 in Düsseldorf...

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Beitragstext:
Die Küche von Heiko Antoniewicz erinnert ein bisschen an ein Labor oder eine Hexenküche. Da dampft der Stickstoff, Spritzen und verschiedenste Glasschälchen liegen bereit und bei dem einen oder anderen Cocktail sollte er bei der Zubereitung eigentlich besser Schutzhandschuhe tragen, so zum Beispiel bei seinem Gin Tonic, der nicht mehr getrunken, sondern eher gegessen wird...
O-TON Antoniewicz: „...alle Zutaten, die einen guten Gin Tonic ausmachen... wird bei Minus 196 Grad mit Stickstoff vereist..."
Fünf bis sechs Sekunden wird das, was nach Gin Tonic schmeckt, aber wie Schneeeier aussieht, in dampfendem Stickstoff gefrostet. Allein die Herstellung dürfte an jeder Bar ein echter Hingucker sein. Genauso wie die Herstellung der Aperol-Kügelchen. Aperol ist ein italienischer Bitterlikör, der zum Beispiel gerne mit Champagner, Prosecco oder Orangensaft kombiniert wird. Antoniewicz dickt diesen Likör mit einem Bindemittel aus Seealgen etwas an und gibt das dann in bonbongroßen Mengen in Kalziumlaktat...
O-TON Antoniewicz: „...bilden sich geordnete Molekülstrukturen... klingt irre langweilig, aber der Effekt ist sensationell..."
O-TON Collage: „...sehr interessant... lutscht auf Gelee... platzt dann auf... schmeckt gut, aber seltsam... interessant"
Und genau das sollen die molekularen Cocktails, von denen es noch viele weitere Variationen gibt, vor allem sein: interessant.
JS D, aus D JS

O-Ton: Heiko Antoniewicz, Koch und Molekular-Cocktail-Mixer; Bergkamen;
Messebesucher
Länge: 1:59
Autor: Jörg Sauerwein

erstellt: 18.03.2007 
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