CARBON EXPO 2006 | 10.05.06 - 12.05.06 | Köln
Emissionshandel - was passiert da eigentlich?

Info: Moderation mit O-Tönen zum Thema Emissionshandel: Was ist der Sinn am Handel mit Emissionen, wie funktioniert er und wie sehen Beispiele aus...

Anmoderation: Auf der CARBON EXPO in Köln treffen sich momentan alle Experten zum Thema Emissionen. Seit dem 1. Januar 2005 kann in der EU mit CO2-Emissionsrechten gehandelt werden. In Deutschland sind rund 1.900 Anlagen der Energie- und energieintensiven Branchen (z.B. Metall, Baustoffe, Glas, Keramik) durch das Handelssystem erfasst – 441 davon allein aus NRW (Quelle: www.ea-nrw.de). Aber die meisten Menschen wissen vermutlich nicht mal wirklich, worum es beim Emissionshandel eigentlich geht und deshalb haben wir Verena Müller von der Energieagentur NRW auf der CARBON EXPO gefragt, was dahinter eigentlich steckt...

O-TON Müller 1: Ziel ist, dass derjenige der CO2 emittiert, dafür auch bezahlen soll...

Zwischenmoderation: So weit, so gut – jetzt haben Unternehmen natürlich unterschiedliche Möglichkeiten, mit ihren Emissionen umzugehen. In Zeitraum von 2005-2007 haben beispielsweise die 441 Unternehmen aus NRW insgesamt Emissionsberechtigungen für 218 Millionen Tonnen bekommen. Davon bekommt jedes Unternehmen ein kleines Kuchenstück. Um diese Werte einzuhalten, können einerseits die Emissionen auf das erforderliche Maß oder sogar noch darunter gesenkt werden...

O-TON Müller 2: Genau... entweder Vermeidungsstrategie... oder...

Zwischenmoderation: Das heißt, die Unternehmen kaufen oder verkaufen ihre Rechte an möglichem CO2-Ausstoß – und zwar ganz praktisch auf dem Markt...

O-TON Müller 3: Handelssystem über die Börsen...

Zwischenmoderation: Das können die unterschiedlichsten Projekte und Dinge sein und auch kleinere Unternehmen können sich an solchen Projekten beteiligen, auch wenn sie nicht zwingend dem Emissionshandel unterliegen. So hat sich zum Beispiel ein Kölner Blumenhändler überlegt, dass er die durch seine Blumen anfallenden CO2-Mengen (z.B. durch Transport oder Energieverbrauch in Gewächshäusern) ausgleicht, indem er ein Projekt in Indien unterstützt, bei dem Treibhäuser mit Solarenergie und kleine Wasserkraftwerke gebaut werden. Dadurch nämlich werden Emissionen vermieden und in der CO2-Bilanz kann er seine Blumen als klimaneutral bezeichnen. Michael Fübi kümmert sich beim Energieunternehmen RWE Power als Leiter des Klimaschutzes eher um die größeren Dimensionen. Zum einen natürlich, indem das Unternehmen viele hundert Millionen Euro investiert, um eigene Kraftwerke so emissionsarm wie möglich zu machen. Zum anderen unterstütz man auch andere Großprojekte...

O-TON Fübi 1: Beispiel... diskutieren mit russischen Kohlegruben... Methangas...

Zwischenmoderation: Fübi hat mit seinen Mitarbeitern auf der CARBON EXPO viel zu tun, denn auf dem Markt des Emissionshandels hat sich einiges getan...

O-TON Fübi 2: Hat sich stark entwickelt... vor zwei Jahren wenige kleine Projekte...

Abmoderation: Die Experten gehen davon aus, dass sich die steigende Tendenz bei der Entwicklung des Marktes auch in den nächsten Jahren fortsetzen wird. Und am Thema Emissionen und Vermeidung von CO2 kommt man mit jeder neuen Diskussion um Klimakatastrophen noch weniger vorbei.

O-Ton: Verena Müller, Pressesprecherin, Energieagentur NRW, Wuppertal;
Dr. Michael Fübi, Leiter Klimaschutz, RWE Power, Essen
Länge: 2:57 (5 O-Töne, einzeln einsetzbar)
Autor: Jörg Sauerwein

erstellt: 11.05.2006 
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