heimtextil 2012 | 11.01.12 - 14.01.12 | Frankfurt am Main
Technik zum Schmusen
Heimtextil Steppdecke
 

Info: Es will in diesem Winter nicht richtig kalt werden. Nachts fühlt es sich noch am ehesten wie Winter an und wir kommen in Kuschellaune. Und da Betten und Kissen von außen alle weiß sind, haben wir hinein gesehen. Denn für das Innenleben gibt es inzwischen Technologien, von denen man früher nicht einmal träumen konnte.

Anmoderation: Inzwischen erwecken manche Menschen den Eindruck, sie würden am liebsten mit ihrem iPhone oder Smartphone schmusen, so viel Zeit verbringen sie tagtäglich mit der Tipperei auf dem Display. Ich nehme mich da vielleicht gar nicht mal heraus. Dass es aber auch Technik gibt, die sich deutlich besser zum Anschmiegen eignet, zeigen zwei Unternehmen, die Reporter Patrick Pröbsting für uns getroffen hat.

Frage 1: Patrick, womit können wir denn ins Bett steigen?

Frage 2: Etwas anderes von dem Du vorhin kurz gesprochen hast, waren Gesundheitsbetten. Was steckt dahinter?

Abmoderation: Ob Sojabohnen oder im Schlaf heilende Fasern - um sich in den Wintermonaten einzukuscheln gibt es deutlich mehr, als nur synthetische Fasern. Ich schwöre derweil weiter auf meine Federn und Daunen, die plustern sich nämlich wunderbar auf, wenn man die Decken aufschüttelt.

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Antwort 1: Wie wäre es zum Beispiel mit Soja? Was ich eher mit Milch und Vegetariern verbinde, daraus bastelt ein Unternehmen Fasern für zum Beispiel Kopfkissen und Bettdecken. Also, statt mit Federn oder Daunen, sind die mit Sojafasern gefüllt. Geschäftsführer der billerbeck Betten-Union Friedrich Ermert erklärt, wie er auf diese Idee gekommen ist.
O-Ton
Unterm Strich also eine Art Resteverwertung, die aber leichter als Synthetik ist und weich wie Kaschmir sein soll. Allerdings sind die Betten auch teurer als gewöhnliche, wie wir sie heute kennen.

Antwort 2: Ach so, ja. Das sind Fasern, die mit Zink bzw. Algen versetzt sind. Das fand ich ganz kurios. Durch die Zusätze sollen diese Fasern nämlich tatsächlich gesund machen und zum Beispiel das Jucken durch Neurodermitis heilen. Das Ganze soll zum Beispiel im Schlaf funktionieren. Wir alle schwitzen ja unter der Decke und durch den Schweiß reagieren die Fasern mit unserer Haut und tauschen Inhaltsstoffe aus, erklärt Natalia Kohne von smartfiber.
O-Ton
Neben Betten gibt es auch Hemden, T-Shirts oder Socken aus diesen Textilien. Inzwischen sollen diese Fasern auch in Krankenhäusern im Einsatz sein.

O-Ton: Friedrich Ermert, Geschäftsführer billerbeck Betten-Union GmbH & Co. KG, 76703 Kraichtal-Münzesheim;
Natalia Kohne, Marketing Director smartfiber AG, 07407 Rudolstadt
Länge: 1:43 (2 Antworten, kürzbar und einzeln einsetzbar)
Autor: Patrick Pröbsting

erstellt: 11.01.2012 
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