K 2025 | 08.10.25 - 15.10.25 | Düsseldorf
Weltmarkt: Europas Flucht in die Hightech
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Info: China übernimmt alles, ist die Werkbank der Welt und kann wirtschaftlich nicht mehr eingeholt werden. Das sind die Standardbeschreibungen, wenn es um diverse Branchen der Wirtschaft geht. Sorgen hat auch die Kunststoffindustrie, doch die Industrie ist in Europa noch kräftig und was den Maschinebau angeht der Spitzenreiter in der Welt. China holt aber rasant auf, während die USA deutlich schwächeln.

Anmoderation: Heute produziertes Plastik kommt aus... China. Das ist wohl das erste Land, das den meisten Menschen bei dem Thema einfällt. Doch auf der Kunststoffmesse K in der Messe Düsseldorf wird schnell klar, dass auch hier in Europa ganz schön viel produziert wird. Es ist eine Branche, die in Deutschland über 330.000 Menschen beschäftigt.

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Beitragstext: Auch hier werden Kunststoffe produziert, auch die billigen. Wer für sein Waschmittel eine Flasche braucht, lässt die hier in Europa produzieren statt sie um die halbe Welt zu schippern. Aber:
O-Ton
sagt Ulrich Reifenhäuser, Chef der Reifenhäuser Gruppe und des Beirats der Aussteller auf der Messe. Denn in Europa stagniert die Produktion und sinkt der Verbrauch leicht. In den anderen großen Produzenten USA und China legen beide deutlich zu. Bleibt der Maschinenbau.
O-Ton
Ein Grund liegt in China, das seinen Maschinenbau in ordentlichem Tempo aufgebaut hat und auf dem Weltmarkt deutlich Anteile dazugewonnen hat. Damit nimmt es aber anderen Ländern Kapazität ab. Trotzdem ist Europa immer noch Spitzenreiter mit einem Weltmarktanteil von 43%. Was fehlt, sind Investitionen in die Branche. Und das liegt unter anderem an ihm.
O-Ton
Da treffen zwei Bewegungen aufeinander. Die Zölle erheben die USA, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Auf der anderen Seite existiert diese Branche dort fast gar nicht mehr. Seit dem Beginn des Jahrhunderts ist der Maschinenbau im Kunststoffbereich dort erodiert und der Weltmarktanteil auf 7% geschrumpelt. 
O-Ton
Damit finden sich die Europäer in einer unangenehmen Lage. Auf der einen Seite ein expandierendes China, das Geschäft wegnimmt, andererseits den Zugang zu seinem Markt oft von Investitionen in China abhängig macht. Auf der anderen Seite die sich einigelnden USA, deren Politik Exporte der hiesigen Firmen erschwert. Bleibt derzeit nur der Ausweg High-Tech, da hat Europa noch die Nase vorn.
Harald Schönfelder, Redaktion … Düsseldorf

O-Ton: Ulrich Reifenhäuser, Geschäftsführer, Reifenhäuser GmbH & Co. KG Maschinenfabrik, 53844 Troisdorf, Leitung des Ausstellerverbandes der K
Länge: 2:17 (divers kürzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 13.10.2025 
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