 ©Foto:Messe Düsseldorf
Info: Ab dem Jahr 2030 müssen in der EU manche Verpackungen aus dem Supermarkt verschwinden. Das sind viele der Einwegverpackungen, in denen wir heute unsere Nahrungsmittel kaufen. Die Regelungen sind umfangreich und die Industrie bereitet sich darauf vor. Vor allem Start-Ups entwickeln neue Materialien, die Probleme wie biologische Abbaubarkeit und Mikroplastik angehen.
Anmoderation: Das konventionelle Plastik hat vermutlich ausgedient. Jemand müsste ihm das aber sagen, denn biobasierter Kunststoff bildet bislang nur einen kleinen Teil der gesamten produzierten Menge. Auf der K in der Messe Düsseldorf zeigen Start-Ups, wie sich das in Zukunft ändern kann. Wobei "kann" nicht ganz richtig ist, denn zumindest bei Nahrungsverpackungen ist das Ende des Einwegkunststoffs bereits beschlossene Sache.
----------------
Beitragstext: Fertige Salate, im Supermarkt schnell für die Mittagspause geholt, haben die typische Verpackung, die Stefan Grieder, Gründer des Start-Ups Noriware gerne ersetzen würde. Unten die Pappschale, die soll auch bleiben, oben die Abdeckung aus Plastikfolie. Die will er gerne ersetzen. O-Ton Das ist der Clou, die Algenfolie gilt nicht als Kunststoff und darf deshalb auch ab 2030 in der Nahrungsverpackung eingesetzt werden. Dazu besteht sie komplett aus Biomaterial, das im Gegensatz zu Kunststoff verrottet. Nur einen Stand weiter hat das Start-Up Kuori von Sarah Harbarth seinen Auftritt. Hier sind die Materialien Nussschalen und Olivenkerne und noch andere biobasierte Stoffe, die zusammen verarbeitet den Kunststoff-Ersatz ergeben. O-Ton Daraus entstehen dann zum Beispiel Räder für kleine Roller oder Schuhsohlen. Die sind noch im Stadium des Prototyps, sollen aber in Serie gehen. Doch an sich bewährt hat sich das Material schon als Abflusssieb, über eine halbe Million davon sind schon im Einsatz. O-Ton Kuori muss allerdings auf einem Markt bestehen, in dem der Umstieg in den nächsten Jahren noch freiwillig ist. Ein niedriger einstelliger Prozentsatz des produzierten Kunststoffs ist biologisch abbaubar, das zeigt die Schwierigkeiten der alternativen Materialien. Stefan Grieder hat da in seiner Nische mehr Glück. O-Ton Harald Schönfelder, Redaktion … Düsseldorf |