REHACARE International 2025 | 17.09.25 - 20.09.25 | Düsseldorf
Para-Technik: Software als Fluch und Segen
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Info: Mit modernster Technik geht ein Teil der Technik für chronisch Kranke und Behinderte in die nächsten Jahre. Chips und Software verdrängen zunehmend die früher mechanischen Helfer oder lassen neue zu, die früher und ohne die Kraft der vielen Computerherzen gar nicht möglich waren. Doch die Technik schafft auch neue Probleme, dann geht es um die Cybersicherheit. Die kann früher mögliche Hilfereichungen erschweren.

Anmoderation: Die Software in der modernen Rehatechnik ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits hilft die Rechenpower Rollstühlen beim Erklimmen von Treppen. Andererseits behindert die inzwischen nötige Sicherheitsarchitektur der Chips und Programme zuum Beispiel den Umbau normaler Autos zu behindertengerechten Fahrzeugen. Auf der Rehacare in der Messe Düsseldorf haben wir die beiden Seiten der Technik kennengelernt.

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Beitragstext: Das Start-Up "Enabling Robotics" - Firmenname und Branchenmotto zugleich - könnte mit seinem Roboterarm nicht so viel leisten, wenn die Software nicht so intelligent wäre. Das Ziel von Miriam Welzer und ihrem Projekt, einer baldigen Ausgründung des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums ist eine weitgehende Autonomie.
O-Ton
Denn angedockt an einen Rollstuhl soll der Roboterarm seinen Besitzer, seine Besitzerin, bei alltäglichen Aufgaben unterstützen. Damit das gut klappt, ist der Arm lernfähig und soll regelmäßige Aufgaben erkennen können.
O-Ton
Ganz so weit ist der Prototyp, den das Start-Up auf der Messe zeigt, noch nicht. Zukünftig soll KI den Job übernehmen und viel Autonomie gewähren. In behindertengerecht umzubauenden Autos ist die Software inzwischen ein gnadenloser Torwächter, der den Umrüstern das Leben schwer macht. Das liegt an einer UN-Regelung für Europa, die die Software der Autos sicherer vor Manipulationen macht. Daniel Weber, Mobilitätsberater vom Umrüster Paravan.
O-Ton
Da, wo es noch geht, können die Firmen die Standard-Schnittstellen nicht mehr nutzen. In Gesprächen mit den Autoherstellern schaffen sie individuelle Lösungen. Doch das dauert, der Umbau einer deutschen Luxuslimousine für einen Kunden mit Einschränkungen habe zum Beispiel ein halbes Jahr gedauert, bis das Auto nicht mehr meckerte. Ob die Regelung modifiziert wird, ob die Hersteller gemeinsam mit Umrüstern eine neue Lösung finden, das ist noch unklar.
O-Ton
Kunden müssen sich vorerst auf längere Wartezeiten einstellen, wenn sie einen Wagen umrüsten wollen.
Harald Schönfelder, Redaktion ... Düsseldorf

O-Ton: Miriam Welzer, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DLR, Enabling Robotics (in Gründung), 81247 München;
Daniel Weber, Mobilitätsberater, Paravan GmbH, 72539 Pfronstetten-Aichelau
Länge: 2:07 (divers kürzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 18.09.2025 
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