 ©Foto:Messe Düsseldorf
Info: Die Zeit der Mechanik haben die Hilfsmittel für chronisch Kranke und Behinderte lange hinter sich gelassen. Wie in vielen anderen Bereichen auch steckt heute Hightech in den Geräten. Damit fallen auch Daten an, denn vernetzt sind viele von ihnen auch. Interesse an den Daten haben auch Forschende, die mit den Werten aus der Praxis der Nutzerinnen und Nutzer bessere Hilfsmittel schaffen wollen.
Anmoderation: Technik wird immer komplexer, Software wird im Reha-Bereich wichtiger, was mal Science Fiction war, ist inzwischen Gegenwart. Eine Ersatzhand gehört zum Beispiel dazu. Damit wachsen aber auch die Begehrlichkeiten. Denn was auf der Rehacare in der Messe Düsseldorf gezeigt wird, ist meist klassisch von den Ausstellern entwickelt oder aus der Forschung hervorgegangen. Doch der Drang, die Nutzerinnen und Nutzer bei der Entwicklung einzubinden, steigt.
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Beitragstext: Sie sieht ein wenig aus wie eine Roboterhand, ist aber eine Orthese für den Unterarm. Die soll Menschen mit Lähmungen die Funktion des betroffenen Arms wiedergeben. "Exomotion Hand One" ist der Name, einzeln bewegliche Finger hat sie und ist so feinfühlig, dass sie auch mit rohen Eiern umgehen kann, sagt Torben Beyer, Sales Manager des Herstellers HKK Bionics. O-Ton Einzigartig in ihrer Funktionsweise ist sie, sagt der Hersteller. Gesteuert wird die Hand mit den noch vorhandenen und nutzbaren Muskeln des Oberarms oder auch des Bauchs, wenn nötig. Ein paar Stände weiter gibt es eine Smartwatch speziell für Menschen, die Probleme mit dem Konzept der Zeit haben. Sie hat keine Stunden und Minuten und auch keine Zeiger, sagt Hauke Wendt, Co-Gründer des Start-Ups Inclusys. O-Ton Dabei baut die Software auf einer handelsüblichen Smartwatch von Samsung auf, nur dass eine neue Bedienoberfläche die Nutzer mit Einschränkungen leitet. Über ein Tablet wird die Uhr bespielt und ist dann als Anzeigegerät verwendbar. Das sind zwei der Hightech-Beispiele von der Rehacare, die zeigen, wie sich die Hilfsmittel zusammen mit der modernen Technik fortentwickeln. Und die noch neue Vernetztheit der Hilfsmittel schafft neue Möglichkeiten, sagt Martin Danner, Geschäftsführer der BAG Selbsthilfe. O-Ton Und da endet es ja nicht, denn die Forschenden, die neue Hilfsmittel entwickeln, wünschen sich inzwischen, dass Betroffene selber bei der Produktentwicklung mitarbeiten. Das scheitert aber gerne an der Zeit. O-Ton Mittelfristig, also in ein paar Jahren soll so ein virtueller Marktplatz entstehen. Harald Schönfelder, Redaktion ... Düsseldorf
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