 ©Foto:Messe Düsseldorf
Info: Die Krankenhaisreform kommt, soviel scheint klar. Doch der Weg dahin ist noch etwas vage. Der nächste Schritt wäre der Vermittlungsausschuss, wenn sich die Länder im Bundesrat querstellen. Ob sie das tun, ist noch offen. Die Kliniken hoffen auf den Ausschuss und die Veränderungen, die er in die Reform schreiben könnte. So, wie sie ist, wollen die Kliniken sie nicht haben. Sie fordern noch einige Änderungen und eine Zusammenarbeit von CDU und SPD in dieser Frage.
Anmoderation: Die Krankenhausreform ist eines letzten Gesetze, das die Bundesregierung vor Verkündung der Neuwahlen verabschiedet hat. Trotzdem hängt es jetzt fest - ob es in den Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern kommt, ist noch unklar. Wie und ob die Reform von der jetzigen oder der nächsten Regierung umgesetzt wird, ist auch noch offen. Auf dem Deutschen Krankenhaustag im Rahmen der Medica in der Messe Düsseldorf haben die Interessenvertreter der Krankenhäuser aber eine klare Meinung: Die Regierungskrise ist die Chance auf mehr Veränderungen in ihrem Sinne.
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Beitragstext: O-Ton sagt Gerald Gaß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Das Kalkül: Wenn SPD und CDU gemeinsam die Reform beschließen, wird der erwartete Regierungswechsel keinen Einfluss auf die Inhalte haben. Die Vorstellungen des Bundesgesundheitsministeriums haben Lücken aus Sicht der Häuser. O-Ton Mittelfristig wünschen sich die Krankenhäuser mehr ambulante Behandlungen, sind bereit zu Fusionen zwischen einzelnen Häusern und wünschen sich eine Art Poliklinik-Modell für die ländlichen Gebiete. Sabine Berninger, Präsidentin des Krankenhaustages und Pflegedirektorin eines Augsburger Krankenhauses sagt, die CDU habe ihr auf dem Deutschen Pflegetag zugesichert, sie werde im Falle des Regierungswechsels die Reform fortsetzen. O-Ton Ihr geht es um die Lage der Pflegekräfte innerhalb und außerhalb der Krankenhäuser. Mit einer zweiten Pflegereform soll unter anderem der Personalmangel gelöst werden. Dafür soll der niedrigschwelligere Beruf der Pflegefachassistenz geschaffen werden. O-Ton Wie die Sache ausgeht ist offen, die Krankenhäuser warten ab. Eines sagen sie aber deutlich: So, wie sie von der Regierung ausgearbeitet wurde, ist die Reform für sie nicht tragbar. Harald Schönfelder, Redaktion ... Düsseldorf
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