JAGD & HUND und FISCH & ANGEL 2019 | 29.01.19 - 03.02.19 | Dortmund
Konfliktlösung dank Dialog: Geocacher und Jäger geben ein Beispiel
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Info: Als Geocaching noch jünger war, also vor wenigen Jahren, standen Geocacher und Jäger ein wenig auf Kriegsfuß. Nächtliche Begegnungen im Wald können unangenehm werden, wenn eine Seit bewaffnet und nur mit Wild rechnet, das durchs Unterholz bricht. Auch Vorurteile spielten eine Rolle. Über mehrere Jahre näherten sich beide Seiten an und lernten sich zu verstehen. So konnten sie zum Beispiel zusätzliche Gesetze verhindern. Ein Beispiel für entspannte Konfliktlösung.

Anmoderation: Wenn verschiedene Gruppen mit verschiedenen Interessen dasselbe eng begrenzte Gebiet nutzen, dann kann es Stress geben. Jäger und Geocacher sind in dieser Situation. Früher habe es Vorbehalte und auch Streit gegeben, sagen beide Seiten. Heute aber haben sie sich aneinander gewöhnt. Der Stand der Geocacher auf der Jagd & Hund in der Messe Westfalenhallen Dortmund wird vom Landesjagdverband unterstützt. Wir haben beide gefragt, was sich Im Wald verbessert hat.

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Beitragstext: O-Ton
erzählt Geocacher Michael Seegers am Geocaching-Stand von den Sünden der Szene in der Vergangenheit. Auch nächtliche Cache-Suchen inklusive unangenehmen Begegnungen mit aktiven Jägern hatten die Atmosphäre etwas beeinträchtigt. Und natürlich gab es auch Vorurteile gegenüber den Geocachern, sagt Andreas Schneider vom Landesjagdverband NRW.
O-Ton
Nach diesen Anfangsproblemen haben sich Geocacher und Jäger zusammengesetzt und geredet. Der Aufklärungsbedarf war kein Wunder, schließlich gibt es Geocaching erst seit 20 Jahren. Dank des guten Willens der Beteiligten konnten sie ein Extra-Gesetz verhindern. Das Land NRW habe sich recht bald erkundigt, ob es auch ohne gehe, sagt Andreas Schneider. Es ging, denn Cacher und Jäger einigten sich auf Regeln.
O-Ton
Der Dialog ging auch weiter und wurde größer. Der Deutsche Wanderverband gab 2018 eine große Umfrage in Auftrag, in der erfasst wurde, wer eigentlich mit wem Stress im Wald hat. Dabei kam auch heraus, dass Geocacher und Wanderer den Naturschutz zu fast 100% sehr wichtig finden. Öffentlich wirksame Mottos und Aktionen der Cacher wie CITO - Cache in Trash out - also eine ständige Müllsammlung in der Natur, haben die Lage weiter entspannt. Und da die Geocacher sehr eng vernetzt sind, können konfliktträchtig platzierte Caches auch schnell entfernt werden, sagt Michael Seegers.
O-Ton
Inzwischen ist das Verhältnis deutlich besser, der Landesjagdverband unterstützt sogar den Stand der Geocacher auf der Messe. Beide Seiten betonen, dass der bestehende Konflikt so recht unkompliziert und vor allem ohne neue Gesetze, einfach durch Dialog gelöst werden konnte.
Harald Schönfelder, Redaktion ... Dortmund

O-Ton: Michael Seegers, Geocacher, Geocaching Rheinland e.V., 51063 Köln;
Andreas Schneider, Pressesprecher, Landesjagdverband NRW, 44141 Dortmund
Länge: 2:39 (divers kürzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 29.01.2019 
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