EuroShop 2017 | 05.03.17 - 09.03.17 | Düsseldorf
Aldi Nord und Viessmann wollen gemeinsam Energie sparen
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Info: Aldi Nord und Viessmann Kühlsysteme haben auf der EuroShop eine Kooperation bekannt gemacht. Viessmann baut Wärmepumpen, die Aldi in seinen Filialen zum Energie sparen einsetzen will. In einer ersten Phase werden 10 Filialen des Discounters umgebaut. Mit den neuen Geräten wird die Abwärme aus Kühlregalen zum Beispiel für die Heizung verwendet oder für eine spätere Nutzung gespeichert.

Anmoderation: Der Lebensmittel-Discounter Aldi Nord und der Kühlsystem-Hersteller Viessmann haben auf der EuroShop in der Messe Düsseldorf ein gemeinsames Energieprojekt vorgestellt. In vorerst zehn Filialen nutzt die Handelskette demnächst die Abwärme ihrer Kühltruhen als Heizenergie. Ziel ist eine bessere Energieeffizienz der Läden. Viessmann rechnet mit einer Energieeinsparung von 15 Prozent.

Frage 1: Messereporter Harald Schönfelder, warum nimmt Aldi Nord gerade die Kühltheken zur Energiegewinnung?

Frage 2: Ist das eine neue Technik, die Viessmann da einsetzt?

Frage 3: Wie viele Filialen will Aldi damit ausrüsten?

Abmoderation: Aldi Nord will energieeffizienter werden und hat zusammen mit dem Hersteller Viessmann auf der Ladenbaumesse EuroShop in Düsseldorf eine Kooperation vereinbart. Der Discounter rüstet in einer ersten Phase ein paar seiner Filialen mit Energiesystemen von Viessmann aus.

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Antwort 1: Ganz einfach, weil sie die größten Verbraucher im Markt sind. Die Hälfte der Energie, die eine Filiale verbraucht, rauscht durch die Kühlaggregate. Da entsteht natürlich viel Abwärme, die bisher unkontrolliert abgelassen wird. Mit dem Aggregat wird sie sozusagen eingefangen und kann dann zum Beispiel zum Heizen mit der Fußbodenheizung verwendet werden. Oder es wird wieder verwendet, um elektrische Geräte im Laden zu betreiben.

Antwort 2: Nein, das ist eine alte Technik, Wärmepumpe heißt sie. Die wird im privaten Bereich zum Beispiel genutzt, um das Haus mit Geothermie zu heizen. Die ist nur für die Bedürfnisse des Einzelhandel angepasst worden, sprich, es wird eben mit den Kühlregalen gekoppelt. Zusätzlich gibt es noch einen Energiespeicher. Das heißt, nachts, wenn außer den Kühlanlagen keine Elektronik läuft, kann die Energie gespeichert werden und ist dann am Tag wieder verfügbar. Ein bisschen was an der Technik ist allerdings neu. Die bisherige Version, die Viessmann gebaut hat, die hat synthetisches Kühlmittel verwendet. Die Variante, die die Firma jetzt in Zusammenarbeit mit Aldi entwickelt hat, die verwendet Propangas, das deutlich umweltfreundlicher ist als das synthetische Kühlmittel.

Antwort 3: Bisher gibt es drei Testanlagen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein, die noch mit dem klassischen Kühlmittel arbeiten. Mit den umweltfreundlicheren Anlagen sollen zehn Filialen ausgerüstet werden. Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Offiziell reden die Unternehmen von einer ersten Phase der Kooperation. Zum Vergleich: es gibt über 2.300 Filialen von Aldi Nord. Wie viel Geld der Discounter für die Technik ausgibt, das lassen die Unternehmen auch offen. Aber die Kosten für ein Aggregat in der Größe einer Abstellkammer sollten nicht ganz gering sein.

O-Ton: --
Länge: 1:35 (3 Antworten, kürzbar und einzeln einsetzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 06.03.2017 
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