A+A 2015 | 27.10.15 - 30.10.15 | Düsseldorf
Arbeit 4.0: Wenn die Crowd um den Auftrag kämpft
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Info: Arbeit 4.0 ist ein Schlagwort für die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den nächsten Jahren bis Jahrzehnten. Als Instrument der Rationalisierung ist es gestartet, die Arbeitsschützer allerdings beginnen zu fragen, ob es die Arbeit auch humanisieren, also menschlicher machen kann. Quer durch alle Branchen werden die Kollegen Roboter und Computer an Einfluss gewinnen. Im Beitrag geht es um neue Arbeitsformen, ihre Chancen und Risiken.

Anmoderation: Digitalisierung ist das Schlagwort für die Zukunft der Arbeit. Quer durch alle Branchen werden die Kollegen Roboter und Computer an Einfluss gewinnen. Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 heißt das anvisierte Ziel, das aber noch niemand klar beschreiben kann. Auf dem Kongress der Arbeitsschutzmesse A+A in Düsseldorf haben Forscher und Gewerkschafter über die Bedeutung der 4.0 für unsere Arbeit und den Schutz der Arbeitnehmer gesprochen.

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Beitragstext: O-Ton
Hans-Jürgen Urban aus dem Vorstand der IG Metall hat schon eine Idee, was hinter diesem 4.0-Begriff steckt. Auslagerung von Arbeit an Kunden gehört dazu, wie beim Online-Banking. Das ist ein Vorbote der kommenden Veränderungen. Dazu gehört aber auch, dass die fest angestellten Arbeitnehmer Konkurrenz von außen bekommen.
O-Ton
Da kommen dann natürlich Fragen auf, die mit sozialer Absicherung zu tun haben. Wer sind die Menschen, die als Externe um den Auftrag buhlen? Und wie leben sie? Zur Zeit läuft der Kampf zwischen der Seite der Rationalisierer und der Humanisierer der Arbeitswelt, denn im 4.0-Begriff steckt auch die Hoffnung, die Arbeit freier, menschlicher werden zu lassen.
O-Ton
Wohin die Reise geht, wird sich in den nächsten Jahren entscheiden. Roboter werden autonomer werden und anders mit den Menschen zusammen arbeiten, es mag sein, dass auch der getaktete Arbeitstag offener wird, der feste Block der Arbeitszeiten in einigen Berufen zerfasert.
O-Ton
Darin liegt auch das Potential, das Leben stressiger werden zu lassen, gerade vor dem Hintergrund der stark steigenden Meldungen psychischer Erkrankungen am Arbeitsplatz. Ob es in der Arbeit 4.0 tatsächlich noch einen Feierabend geben wird, das ist auch noch offen. Die nächsten Jahre werden es zeigen.
Harald Schönfelder, Redaktion ... Düsseldorf
Aus Düsseldorf Harald Schönfelder

O-Ton: Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied, IG Metall, 60329 Frankfurt am Main
Länge: 2:38 (divers kürzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 29.10.2015 
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