MEDICA / COMPAMED 2017 | 13.11.17 - 16.11.17 | Düsseldorf
Bilanz: Medizin wird digitaler und mobiler

Die Medica ist zu Ende gegangen. 124.000 Besucher zählte die weltgrößte Medizinmesse. Das Leitthema in diesem Jahr war die Digitalisierung der Medizin, von der Verwaltung im Hintergrund bis zu den Therapiegeräten. Die Nachricht fasst die Bilanz der Messe kurz zusammen.

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16.11.2017  ⇒ Nachrichtenstück mit O-Ton
Start-Up Park: Mit Robotern Kindern helfen und dabei gefunden werden

Start-Ups stehen im Ruf, freche und noch kleine Rebellen zu sein. Sie sind unkomplizierter als arrivierte Konzerne, denken schnell und bieten unkonventionelle Ansätze für alte Probleme. Wie sie sich auf der Medica gezeigt haben, wie sie zwischen den anderen über 5.000 Ausstellern gefunden werden und wie komplex die Strukturen in einem so technologischen Umfeld schon sind, erzählt der Beitrag.

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16.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Erster Start-Up Park von Ausstellern begeistert angenommen

Der erste Start-Up Park auf der Medica war der Versuch, die kleinen und jungen Firmen sichtbarer zu machen im Gewühl der über 5.000 Aussteller. Das ist geglückt. Die Messe sagt, dass die Aussteller im Park gute Gespräche mit Investoren und möglichen Partnern geführt haben. Sie seien geradezu begeistert von der Sonderfläche gewesen.

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16.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Bilanz: Besucher aus 130 Ländern

Trotz Großbaustelle auf dem Gelände und temporären Hallen war die Medica gut besucht. Knapp 124.000 Menschen informierten sich auf dem Gelände der Messe Düsseldorf über die Fortschritte in der Medizintechnik oder waren Teilnehmer der verschiedenen Kongresse während der Messelaufzeit. In den O-Tönen mit Messedirektor Horst Giesen geht es unter anderem um die Digitalisierung als Leitthema und die Internationalität der Messe.

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16.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Ultraschall-App BabyAR: Aus Babys erstem Bild wird Babys erster Film

BabyAR heißt die App, die das Bochumer Start-Up Somaview 2018 auf den Markt bringt. Entwickelt von Forschern der Westfälischen Hochschule kombiniert die App ein reales Video mit der Überblendung der Ultraschallaufnahme. Gynäkologen werden das als Zusatzleistung anbieten, hoffen die Entwickler.

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15.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Schwer erreichbare Hebammen? 10.000 Eltern in NRW werden befragt

Dafür, dass sie jedes Jahr zehntausende Kinder auf die Welt bringen und sich um die werdenden und jungen Mütter kümmern, ist über die Arbeitssituation von Hebammen erstaunlich wenig bekannt. Die Hochschule für Gesundheit Bochum beginnt das auf drei Jahre angelegte Projekt HebAB.NRW, in dessen erstem Schritt 10.000 Mütter und möglichst alle Hebammen über ihre Situation und die Auffindbarkeit von Hebammen befragt.

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15.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Digitalisierung: Nidergelassene Ärzte vertrauen dem Papier

Der Papierkalender ist des Arztes bester Freund. In ihm notiert er die vergebenen Termine, dort werden sie auch gestrichen. Von der Digitalisierung seiner Verwaltung ist er oft weit entfernt. Woran das liegt, haben wir die Ärztin Shabnam Fahimi-Weber gefragt. Sie hat auf der Medica einen Vortrag zu dem Thema gehalten.

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15.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Ultraschallvideo: So funktioniert BabyAR

Mit BabyAR können werdende Eltern das erste Video ihres Kindes schon im Mutterleib aufnehmen. Die App kombiniert den realen Blick auf den Bauch mit der Ultraschallaufnahme zu einem Film. Der gehört den Eltern und sie können ihn ins Netz stellen oder offline der Familie zu Hause zeigen. Die Ausgründung Somaview aus der Westfälischen Hochschule will die App im Jahr 2018 auf den Markt bringen.

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15.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
I’ve got you under my skin: Wenn Tattoo-Entfernungen schädlich sind

Tätowierungen sind seit Jahren ziemlich beliebt. Das bedeutet auch, dass eine Menge Tattoos irgendwann entfernt werden. Trotzdem ist erstaunlich wenig darüber bekannt, was bei einer Entfernung per Laser eigentlich mit den Farben passiert. Die bilden Abbauprodukte und die wiederum können recht gefährlich sein. Das zeigen erste Forschungen des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Auf der Medica stellen die Forscher ihr Projekt vor.

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14.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Eine für alle: Der Wunsch nach der digitalen Patientenakte und die Realität

Der Wunsch nach einer digitalen Patientenakte ist schon alt, doch immer noch nicht erfüllt. Schneller Zugriff auf lebenswichtige Informationen im Notfall, kein langes Warten auf die Postsendung, vielleicht sogar eine leichte Kontrolle der Inhalte durch den, der die Hoheit hat, also den Patienten. Warum sie noch nicht da ist, liegt am Föderalismus und deutscher Gründlichkeit.

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14.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Wearables: Techniktrends vom Zyklusrechner bis zum Exoskelett

Wearables sind einer der großen Trends in der Medizintechnik. Vom kleinen Gadget, das den monatlichen Zyklus berechnen kann bis zum selbsttragenden Exoskelett reicht die Bandbreite. Wir haben uns mit der Technologieplattform Wearable Technologies über die Trends der Branche unterhalten, die auf der Medica einen Gemeinschaftsstand betreibt.

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14.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Tattoo-Entfernung: Was passiert beim Laser-Einsatz mit den Farben?

Ein Viertel der unter 30jährigen in Deutschland trägt ein Tattoo. Doch was passiert mit den Farben, wenn sein Träger es entfernen lässt? Um diese Frage kümmert sich der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier. Denn vor allem in den Rot- und Gelbtönen stecken Azo-Pigmente, die Krebs auslösen können. Stecken sie einfach in der Haut, sind sie ungefährlich. Doch wenn das Tattoo entfernt wird, dann werden sie aufgebrochen und werden zu Schadstoffen.

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14.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Gegen soziale Isolation: Roboter als Avatar für lang erkrankte Kinder

Rund 75.000 Kinder in Deutschland fehlen über Wochen und Monate in der Schule, da sie langfristig erkrankt sind. Da oft eine Immunschwäche der Grund ist, sind sie in Gefahr sozial isoliert zu werden. Das norwegische Start-Up No Isolation hat dagegen einen Tischroboter entwickelt, der als Platzhalter im Klassenzimmer sitzt und den Unterricht zum Kind nach Hause streamt. Auch bei Ausflügen oder Treffen im Freundeskreis kann der Roboter dabei sein. In Skandinavien, den Niederlanden und in Großbritannien ist er bereits im Einsatz, in Berlin beginnt demnächst ein Pilotprojekt.

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13.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
SmartVia: Gangsensor und App für eine passgenauere Physiotherapie

Patienten in Physiotherapie und Reha bekommen mit einem Bewegungssensor und einer Ganganalyse auf eine passgenauere Therapie. Der Sensor wird an einem Gürtel getragen und misst die Art des Ganges der Patienten. Die so aufgezeichneten Daten geben dem Therapeuten Hinweise auf die Erkrankung oder Verletzung und den Fortschritt der Therapie. Auch die Patienten können sich über de Therapieerfolge informieren.

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13.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Philips: Mobiles Ultraschall für Notärzte und die Bundeswehr

Drei unterschiedliche Ultraschallsonden mit USB-Anschluss und ein beliebiges Tablet oder Smartphone auf Android-Basis - mehr braucht es nicht, um mobil und unterwegs ins Innere eines Patienten zu sehen. Mit dieser Kombination will Philips Notärzte, Rettungssanitäter und das Militär für sich gewinnen. Eine Version für das iOS-Betriebssystem ist in der Vorbereitung.

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13.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Lymphknoten-OP: Demnächst sieht der Arzt, wo er schneidet

Wenn ein Hautkrebs Metastasen entwickelt, sind Lymphknoten gerne die ersten Opfer. Sie müssen dann rausoperiert werden. Bislang fordert das zwei Tage Vorbereitung, den Einsatz eines radioaktiven Kontrastmittels, einen Geigerzähler und einen Chirurgen, der nach dem Ticken des Zählers schneidet, da er den Lymphknoten nicht sehen kann. Die Uniklinik Essen testet derzeit ein Verfahren des Fraunhofer IGD, das diese Operationen durch den Einsatz einer Datenbrille sehr viel einfacher und weniger belastend macht.

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13.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Medica für Privatkunden: Fliegen und liegen waren nie schöner

Zwar ist die Medica keine Publikumsmesse, doch gibt es hier jedes Jahr neue Entwicklungen zu sehen, denen wir im Lauf der begegnen. Zum Beispiel einem Trainingsgerät für die Rückenmuskulatur, das demnächst wohl auch in der einen oder anderen Spielhalle zu sehen sein wird. Eine VR-Brille macht das Training zum Flug über ein Gebirge. Und das Heim wird immer mehr zur sprachgesteuerten Homebase. Der Hersteller Beurer hat sich dazu Einiges einfallen lassen.

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12.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Für Profis: Schneller und besser behandeln dank neuer Technik

Notarzt und Rettungssanitäter müssen schnell auch über unsichtbare innere Verletzungen aufgeklärt sein, wollen sie im Notfall kompetent helfen. Der Elektronikkonzern Philips stellt neue Ultraschallsonden vor, die an jedes beliebige Android-Smartphone oder Tablet angeklemmt werden können. Und die Fraunhofer-Gesellschaft IGD hat ein Datenbrillen-System entwickelt, das die Operation von Lymphknoten vereinfacht und deutlich schneller macht.

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12.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Sprachsteuerung jetzt auch für Vitaldatencheck und Heizdecke

Amazons Alexa sucht sich neue Kunden. Der Hersteller Beurer zeigt auf der Medica neue Produkte, die per Sprache gesteuert werden können. Gerade wer nicht mehr so fit ist, kann sein Bett damit bequem auf Temperatur bringen oder seine Körperwerte checken.

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12.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Wie im Flug: Virtual Reality macht das Rückentraining schöner

"Rückentraining": Das klingt immer ein wenig nach Therapie und Bandscheibe. Das ist und bleibt es natürlich auch. Doch wenn der Patient das Gefühl und den Ausblick hat als fliege er durch einen Parcours auf Höhe der Berggipfel, dann klingt es doch etwas mehr nach Spaß und Spiel. Mit einem Trainingsgerät, das mit einer VR-Brille kombiniert wird, will die junge Icaros GmbH dem Rückentraining einen Hauch von Computerspiel verpassen.

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12.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Digitalisierung: Die Zukunft nimmt bitte noch im Wartezimmer Platz

Mit einer digitalisierten Praxis soll das Leben für Arzt und Patient besser werden. Daten werden schneller gefunden, Akten besser an alle behandelnden Ärzte verteilt, seltene Krankheiten per künstlicher Intelligenz besser erkannt. Doch sie lässt noch etwas auf sich warten. Das Geld fehlt einfach. Dabei können alle, also auch kleine Krankenhäuser davon profitieren.

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09.11.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Krankenhäuser: Digitalisierung in Deutschland hinkt 5 Jahre hinterher

"Digitalisierung" ist der Begriff des Jahres, wenn es um die Ausstattung von Praxen oder Krankenhäusern geht. Doch die Krankenhäuser monieren, dass die zuständigen Bundesländer ihnen zu wenig des versprochenen Geldes überweisen. Die Hälfte würde deshalb fehlen und die deutschen Krankenhäuser deswegen schon fünf Jahre hinterherhinken, vor allem hinter den skandinavischen Ländern. Das Geld im Gesundheitsfonds könnte helfen, schlägt der Chef des Krankenhaus-Dachverbandes vor.

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09.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Umsatzboom: Medizinische Hightech made in Germany verkauft sich gut

Kleine Pumpen, neue bildgebende Verfahren, Telemedizin für die Versorgung aus der Ferne sind derzeit der Renner auf dem Markt. Diese und andere Produkte aus den Unternehmen des Hightech-Verbandes Spectaris stehen hoch im Kurs. Ein Jahresplus beim Umsatz von 5% legen die Unternehmen damit zur Zeit jährlich hin. Doch mit der Medizinproduteverordnung der EU liegen auch die bürokratischen Hürden für neue Produkte recht hoch.

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09.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Vernetzung und Wearables: Schwerpunkte der Medica

Die Medica ist die weltgrößte Medizinmesse. Dementsprechend ist sie auch eine Plattform, auf der die modernste Technologie gezeigt wird. Vernetzung ist das Thema der Stunde, sowohl bei der Digitalisierung in der Praxis und im Krankenhaus. Und der Patient hilft durch Wearables mit, dass der Arzt schnell an seine Gesundheitsdaten kommt. Auf der anderen Seite sorgt die neue Medizinprodukteverordnung für mehr Bürokratie.

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09.11.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Vernetzte Gesundheit vom intelligenten Pflaster zur intelligenten Klinik

Die Medizin der Zukunft ist vernetzt. Der Weg dahin hat gerade erste begonnen. Kliniken, die anfangen, sich von künstlicher Intelligenz unterstützen zu lassen, bekommen ihre Patientendaten von intelligenten Pflastern zugeschickt, die auch gleich Medikamente geben lassen. Das war das übergreifende Thema der Vorschau zur Medizinmesse Medica in Düsseldorf.

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12.10.2017  ⇒ Beitrag mit O-Tönen
Uniklinik Essen: Vorreiter in Sachen "Smart Hospital"

Die Uniklinik Essen sieht ihre Zukunft in der Vernetzung. Als eine der ersten Kliniken ist sie ein "smart hospital". Die Intelligenz drückt sich in der Verbindung des Krankenhauses mit den Patienten und mit überweisenden Ärzten aus. Ein Beispiel: Für die Diagnose von Krankheiten können die Ärzte auf tausende Datensätze zugreifen, die automatisch mit dem Krankheitsbild eines Patienten abgeglichen werden. So sollen seltenere Erkrankungen schneller erkannt werden.

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12.10.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Dreifach-Dialyse fischt auch wasserunlösliche Stoffe

Die Dialyse ist bereits etwas mehr als 70 Jahre alt. Seitdem hat sich ihre Arbeitsweise nur wenig verändert. Sie filtert ungewollte Stoffe zuverlässig aus dem Blut. Doch das kann sie nur mit Stoffen, die auch wasserlöslich sind. Die Münchener Firma Hepa Wash hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem die Dialyse auch wasserunlösliche Stoffe filtern kann.

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12.10.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Wearable Technologies: Vom Fitnesstracker zum Gesundheitspflaster

Vom Fitnesstracker hat es tragbare Elektronik bisher zur Smart Watch geschafft. Das aber soll erst der Anfang sein, hoffen die Hersteller mit Blick auf die Medizin. Denn die Aufgabe "Körperdaten sammeln" kann die Elektronik besser, wenn sie statt am Körper direkt auf dem Körper getragen wird. Patches, also Pflaster, sollen in Zukunft diese Aufgabe übernehmen. Und sie sollen auch Medikamente verabreichen können.

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12.10.2017  ⇒ O-Ton-Paket
Über die Veranstaltung
medicaCOMPAMEDMesse Düsseldorf

Das Weltforum für Medizin, die größte Veranstaltung für die Medizinbranche weltweit. Wenn sich medizinische Experten treffen, sind wir für Sie dabei und berichten über technische und medizinische Innovationen.

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Harald Schönfelder
Redaktionsleitung

h.schoenfelder@dhd-news.de