REISE + CAMPING & FAHRRAD 2010 | 24.02.10 - 28.02.10 | Essen
Angler auf dem Trockenen - Das etwas andere Casting

Info: Ein Kollegengespräch rund um den Castingsport, mit Hintergründen rund um den Angelsport.

Anmoderation: Woran denken Sie zuerst, wenn Sie das Wort Casting hören? An Sendungen wie "Deutschland sucht den Superstar" oder "Popstars"? … Casting nennt sich auch eine Disziplin im Angelsport. Am Rande der Messen „Reise + Camping“ und "Fahrrad 2010" in Essen präsentieren sich zum ersten Mal auch Angler. Und sie zeigen, dass Casting nichts mit singen oder tanzen zu tun haben muss.

Frage 1: Unsere Reporterin Anja Brukner hat sich den Sport angesehen. Anja, was ist Casting denn genau?

Frage 2: Beim Casting geht es also nicht darum, Fische zu fangen. Was hat das denn dann noch mit Angeln zu tun?

Frage 3: Bei den Casting-Wettbewerben im Fernsehen haben ja mitterweile schon zig Tausend Jugendliche ihr Glück versucht. Wie viele Leute betreiben aber denn den Sport Casting in Deutschland?

Abmoderation: Und das können Sie gerne selbst ausprobieren. Noch bis Sonntag (28.02.) präsentiert sich die Casting-Abteilung des Landesfischereiverbands Westfalen-Lippe auf der Messe in Essen.

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Antwort 1:
Im Grunde ist es Angeln auf dem Trockenen. Es hat weder mit Wasser noch mit Fischen zu tun. Es geht beim Casting darum, ein Pendel mit der Angel in ein Ziel zu werfen. Das heißt, man kann es sich ein bisschen vorstellen wie Dart spielen. Der Caster, also der Werfer, steht etwa 20 bis 30 Meter von einer Zielscheibe entfernt. Nur, dass diese Scheibe nicht an der Wand hängt, sondern auf dem Boden liegt. Da sind wie beim Dart mehrere Kreise aufgezeichnet. Ja, und je näher der Caster das Pendel mit der Angel in die Mitte wirft, desto mehr Punkte bekommt er.

Antwort 2: Es ist schon ähnlich, ebenso wie beim Angeln geht es sehr ruhig zu. Casting macht keine Geräusche und es braucht hohe Konzentration. Einfach drauflos werfen geht nämlich nicht. Das hat mir Ingo Weber erzählt. Er ist Castingreferent beim Landesfischereiverband Westfalen-Lippe:
O-Ton
Klingt eigentlich ganz einfach. Ist aber schwerer als es sich anhört. Den Sport gibt es schon seit über 150 Jahren und in dieser Zeit haben sich etliche Wurftechniken entwickelt. Casting ist wirklich eine Wissenschaft für sich.

Antwort 3: Das ist schwer zu sagen. Viele Angler bereiten sich mit dem Casting auf das eigentliche Fischen vor. Wer gut casten kann, kann dann auch die Angel genau dort ins Wasser werfen, wo viele Fischschwärme sind und dann fängt er eben mehr. Wettkampfmäßig sind es ungefähr 5.000 Sportler, die sich im Casting messen. Und in den Angelsportvereinen hoffen alle darauf, dass es noch mehr werden. Damit dann klar ist: Angeln ist eben mehr, als in Gummistiefeln am See zu sitzen und zu hoffen, dass ein Fisch anbeißt.

O-Ton: Ingo Weber, Castingreferent beim Landesfischereiverband Westfalen-Lippe; 59192 Bergkamen
Länge: 1:34 (3 Antworten kürzbar)
Autor: Anja Brukner

erstellt: 26.02.2010 
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