METAV 2018 | 20.02.18 - 24.02.18 | Düsseldorf
Medizin: TU Dresden sucht den Marknagel der Zukunft
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Info: Titan und Keramik sind tolle Materialien. Haben wir uns die richtigen Knochen gebrochen, dann stecken sie in unserem Körper und helfen bei der Heilung. Doch beide haben Nachteile. An der TU Dresden sind Forscher deshalb auf der Suche nach Ersatz. Eine Kombination aus verschiedenen Stoffen soll die Vorteile erhalten und die Nachteile so weit wie möglich eliminieren.

Anmoderation: Ist ein Knochen gebrochen, dann helfen ihm Nägel oder Schrauben bei der Heilung und beim Aufbau neuer Substanz. Aber es gibt bei den Einsätzen aus Metall oder Keramik Raum für Verbesserungen. Einen Ansatz, mit neuen Materialien deren Nachteile auszubügeln, stellt auf der Metallermesse METAV die TU Dresden vor. In der Messe Düsseldorf zeigt sie kombinierte Materialien.

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Beitragstext: O-Ton
Dr.-Ingenieurin Dilbar Aibibu hat mit ihrer Forschergruppe der TU Dresden die neuen Implantate erarbeitet. Statt aus massivem Material bestehen die Nägel aus Magnesiumdrahtgeflecht mit einer weichen Füllung und einem harten Keramiküberzug. Das soll die Probleme heutiger Nägel und Schrauben aus Titan vermeiden.
O-Ton
Und so kann in dem eigentlich zur Heilung vorgesehenen Knochen Osteoporose entstehen. Aus der Heilung entsteht eine neue Krankheit. Keramik dagegen ist zu spröde und bricht leicht. Dafür wächst der Knochen gut mit dem Implantat zusammen, gerade weil es porös ist.
O-Ton
Zwar gibt es bei Titan keine allergischen Reaktionen, aber darüber schabende Sehnen und Muskeln können gereizt werden, nahe der Oberfläche liegende Nägel oder Schrauben können die Haut stören. Das neue Material verspricht weniger Irritationen.
O-Ton
Toll wäre es, sagt Dilbar Aibibu, wenn das Material komplett vom Körper zu eigener Substanz umgebaut werden könnte. Aber alles auf einmal ist vielleicht auch zuviel verlangt. Zusammen mit den Mitentwicklern der Firma Innotere hoffen die Dresdener Forscher nun auf die klinischen Tests, die das Material noch überstehen muss, wenn es im Alltag eingesetzt werden soll.
Harald Schönfelder, Redaktion ... Düsseldorf

O-Ton: Dr.-Ing. Dilbar Aibibu, Forschungsgruppenleiterin, Institut für Textilmaschinen und Textile Hochleistungswerkstofftechnik, Fakultät Maschinenwesen, Technische Universität Dresden, 01062 Dresden
Länge: 2:04 (divers kürzbar)
Autor: Harald Schönfelder

erstellt: 21.02.2018 
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